Monday, March 15, 2010

Das Japan Desaster

Japan's finance minister battles for licence to print money:
"We need to be mindful of the risk of BoJ long-term bond purchases being interpreted as monetising debt, triggering rises in long-term interest rates that deviate from the economic outlook," Noda warned last week.
Nach zwei Jahrzehnten Deflation befindet sich Japan noch immer nicht im Mittelalter. Die Politiker haben aber *IMMER NOCH* eine Scheissangst vor einer stabilen Währung und denken nun natürlich, als direkte Folge einer Kredit-Junkie-Gesellschaft, ans richtige Geld-Drucken. Man fragt sich schon langsam, wann das Fass zum Überlaufen gebracht wird. Vermutlich sollte die Regierung eher darauf hoffen, dass die Deflation anhält, bis man die Schuldenlast abgetragen hat. Denn ansonsten wird die Inflation die Regierung durch die Zinslast ziemlich schnell in weitere Nöte bringen.

Japan public pension fund to keep asset model:
Japan's public pension fund, the world's largest, will not change its asset allocation model for the next five years after the Health Ministry urged the fund to keep investing in safe assets, the Nikkei business daily reported.
The Government Pension Investment Fund (GPIF) holds assets of about $1.4 trillion, larger than the gross domestic product of India, and is a major force in financial markets, particularly the Japanese government bond market.
Äh was? "Government" PIF? Eine schnelle Durchsicht der Prospekte ergibt, dass dieser Fonds für die Sicherung der Staatspensionen verwendet wird. Hier besteht sicherlich ein Interessenskonflikt.

GPIF: may become net seller in 2009/10:
The Government Pension Investment Fund, which manages about 117.6 trillion yen ($1.2 trillion) in Japanese bonds, foreign bonds, domestic equities and foreign equities, has been a net buyer up until last financial year.
The GPIF may need about 4-5 trillion yen of funds to supply the national treasury to help repay benefits to pension recipients for the current year, Kawase said.
Die Bevölkerungspyramide in Japan schlägt nun zu. Kein Wunder, dass man sich auf politischer Ebene zu weiteren Massnahmen gezwungen sieht. Und natürlich wird das einen nachhaltigen Baseline-Effekt auf die japanischen Märkte haben. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Bilanzierungstrick der Regierung nun dabei ist, sich in eine nachhaltig negative Situation zu verwandeln. Hier sehen wir, warum Japan soviel Schulden hat meistern können. Und hier sehen wir, dass dieses Spiel nun mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Ende haben wird. Aber wer weiss schon, was den kreativen Bernankes heutzutage *NOCH* alles einfallen wird, um die Bücher zu fälschen, die nur noch als Übel in aller Welt betrachtet werden.

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