Census Neuanstellungen: 51k, erwartet 100k (keine ausreichende Qualifikation -- Bestätigung für Ausverkauf der Unterschicht an Asien; ausserdem durch Kontraktion im staatlichen Arbeitsmarkt der Staaten und Lokalregierungen und des US Postal Services um -12k reduziert, so dass wir auf +39k Staatsjobs kommen).
Privater Service Sektor
Insgesamt +82k. Davon:
- Handel +24k ("new normal" -- von wegen...)
- Finance -21k (passt in den *langfristigen* Abwärtstrend für den US$)
- Information -12k (gute Ausbildung, trotzdem Offshoring nach Asien?)
- zeitlich beschränkte Hilfsdienste: +40k (impliziert -29k bei den professionellen Dienstleistungen!)
- Health Care +37k
- Ausbildung +8k
- Freizeit +22k
Insgesamt +41k:
- Rohstoffabbau +9k (China?)
- Bau +15k
- Herstellendes Gewerbe: 17k
Erholung. Nominell sicherlich. Nimmt man an, dass die zeitlich beschränkten Hilfsdienste zu Daueranstellungen werden, dann liegt man wohl bei ca +/-0 wenn man das Bevölkerungswachstum berücksichtigt.
ABER: die zeitlich beschränkten Hilfsdienste scheinen derzeit die restlichen professionellen Dienstleistungen zu ersetzen! Das ist eindeutig der falsche Trend.
Weiterhin: die Erholung weist ziemlich eindeutig auf eine Reflation der alten Blase hin: mehr Ausbildungsjobs, mehr Gesundheitsjobs, mehr Jobs im Bausektor und im Handel und in der Freizeit. Dollar-Untergangspropheten dürften die Entwicklungen im Finanzsektor besonders interessieren -- auch wenn die restlichen Expansionen in genau den falschen Sektoren auch einiges an Sprengstoff liefern und die Nachhaltigkeit der Erholung in Frage stellen.
Dauerhafte Erholung? Zweifelhaft. Man betrachte den vorhergehenden Post. Das passt alles zusammen: schon in den 70er Jahren hat man mindestens ein Jahrzehnt gebraucht, um die Inflationserwartungen zu eliminieren. Es wird wohl noch etwas dauern, bis man jetzt die Konsumerwartungen aus den Amis raus hat... die Laissez-Faire Niedrigzinspolitik der Federal Reserve werte ich als eindeutiges Symptom davon, dass dieses Umdenken auf offizieller Seite wohl noch etwas Zeit braucht.
Einziger Lichtblick: die +17k Jobs in der Güterproduktion, wobei man aber hier wie auch beim Transport ohne nähere Analyse nicht zwangsweise darauf schliessen kann, dass es sich hier im nachhaltige Änderungen handelt.
Man sollte auch nicht vergessen, dass wir derzeit einen Rokord an privaten US Insolvenzen haben. Das hat zur Folge, dass plötzlich wieder mehr freies Einkommen bei den eher unzuverlässsigeren Bevölkerungsteilen zur Verfügung steht. Das würde auch mit den extremen Zunahmen der Autoverkäufe zusammenpassen.
http://www.bls.gov/news.release/empsit.htm
Employment Situation News Release
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